Filmfestival „Globale Mittelhessen“

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Globale Mittelhessen – das globalisierungskristische Filmfestival – ist vom 5.-8.11. jeweils um 20:00 zu Gast im BioWeinLager in Kinzenbach, Atzbacher Str.19.

An den drei Abenden stehen folgende Filme – alle in deutscher Sprache – auf dem Programm.

Montag, 5.11. werden 3 kürzere Filme gezeigt: Der Round Up Argentina – Wie der Sojaboom ein Land verändert, The Dark Side Of The Green und Nomadisch Grün. Prinzessinnen Garten.
Round Up Argentina – Wie der Sojaboom ein Land verändert | Deutschland | 2011 | 23min | Sarah Nüdling | | Dokumentarfilm Argentinien: Über die Hälfte der Landfläche ist mit Soja bepflanzt. Fast zu 100 Prozent sind die Samen gentechnisch manipuliert.
Das Soja ist aber nicht für den einheimischen Markt, sondern wird als Futtermittel exportiert, für Schweine und Rinder in Europa und Asien.
Zwar bringt die goldene Bohne Geld, aber nicht alle profitieren davon.
Die Lebensmittelpreise in Argentinien steigen, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern verlieren ihr Land,
und die Menschen neben den Äckern leiden unter den gespritzten Pflanzenschutzmitteln.
Der stetig wachsende Hunger nach billigem Futtermittel hat für die Erzeuger schlimme Folgen.

The Dark Side Of The Green | Belgien | 2011 | 28min | A. Baccaert, C. Navarro, N. Muñoz | sonstige | Dokumentarfilm
Nahe der Grenze zwischen Paraguay und Brasiliesn, erleben die indigenen Bevölkerungsgruppen die Schattenseiten des Biospritbooms.
Durch die wachsende Nachfrage nach „grünen“ Treibstoffen werden die Guarani Kaiwá-Indianer zu Opfern von Landvertreibungen und Menschenrechtsverletzungen.
Ihrer Lebensgrundlage beraubt, fristen sie unter unwürdigen Arbeitsbedingungen ihr Dasein auf den Zuckerrohrplantagen.

Nomadisch Grün. Der Prinzessinnen Garten | Deutschland | 2010 | 10min | George Eich | deutsch | Dokumentarfilm
Seit Sommer 2009 gibt es in Berlin-Kreuzberg am Moritzplatz den Prinzessinnengarten.
Über 60 Jahre Brachfläche – jetzt wachsen hier viele Gemüse und Kräuter.
In einem Bezirk mit hoher Verdichtung, wenig Grün, und vielen sozialen Problemen können Kinder, Jugendliche und Erwachsenen lernen
wie man lokal Lebensmittel herstellt und gemeinsam einen neuen Ort urbanen Lebens schafft.

Dienstag, 6.11.: Das Geheimnis des Bienensterbens | FrankreichKanada | 2012 | 89min | Mark Daniels | deutsch | Dokumentarfilm
Seit 2006 verenden weltweit Milliarden von Bienen an einer bis dahin unbekannten Krankheit.
Die Bienenzüchter finden häufig nur noch leere Bienenstöcke vor.
Die Ursachen für dieses Colony Collapse Disorder genannte Bienensterben,
das global große Teile der Bestände bedroht, bleiben trotz intensiver Forschung unklar.
Als Hypothesen werden u.a. bestimmte neue Pestizide, ein Virus oder Mobilfunkstrahlungen verantwortlich gemacht.
Der Film geht den verschiedenen Hypothesen nach.
Er hinterfragt aber auch grundsätzlich die Veränderungen im Umgang mit den Bienen in der industriellen Landwirtschaft
und kritisiert deren Produktionsmethoden und Monokulturen.

Mittwoch, 7. 11.: Leben außer Kontrolle | Deutschland | 2004 | 95min | Bertram Verhaag | | Dokumentarfilm
Mitte der 1980er Jahre findet die Wissenschaft mit der Gentechnologie den Schlüssel,
sich die Erde und vor allem ihre Geschöpfe endgültig untertan zu machen.
Plötzlich schien alles möglich!
20 Jahre später begeben wir uns auf eine Weltreise um die fortschreitende Genmanipulation bei Pflanzen, Tieren und Menschen zu erkunden.
Wie schon bei der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomenergie verspricht die Industrie das Paradies auf Erden:
Keinen Hunger mehr, keine Pestizide, noch höhere Erträge…
Weltweit bieten nur eine Handvoll idealistischer Wissenschaftler/innen der Industrie die Stirn
und untersuchen – unabhängig von deren Geld – die Auswirkungen transgener Tiere und Pflanzen auf die Umwelt und auf unsere Gesundheit,
wenn wir diese genmanipulierten Lebensmittel zu uns nehmen.

Im Anschluss der Filme stehen, wie auch schon im vergangenen Jahr, Regisseure oder Fachreferenten für Fragen und ein anschließendes Gespräch zur Verfügung.
Damit bietet das Filmfestival den Zuschauern die Möglichkeit, sich über das Gesehene auszutauschen und über Handlungsoptionen zu informieren.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite www.globalemittelhessen.de

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