Heuchelheimer Grüne sehen kommunalen Einfluss auf R&C-Entwicklung schwinden

Nach der intensiven Debatte über die Eckpunkte der städtebaulichen Entwicklung, das rich¬tige Vorgehen bei der weiteren Planung und insbesondere auch die GmbH-Gründung zum Ankauf des Rinn&Cloos-Areales in der letzten Sitzung der Heuchelheimer Gemeindever¬tretung zieht die bündnisgrüne Fraktion ein weiteres Zwischenfazit. Zur Sachlage selbst stellt Fraktionsvorsitzender Stephan Henrich fest, dass bei den Pla-nungs¬zielen und dem Vorgehen zur Entwicklung des rd. 3 ha großen „Filetstückes in unserer Ortsmitte trotz Ablehnung grüner Initiativen und teilweise widersprüchlichem Handelns der Koalition und Gemeindespitze aus unserer Sicht ziemlich viel erreicht“ wurde. Beim in 2019 noch vorgesehenen ausschließlich kommunalen Ankauf des Geländes hatte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gerhard Schulze-Velmede in der Sitzung geschildert, dass die Gemeinde(-spitze) als „Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet ist“. Die Gemeinde wird jetzt, auch nach allgemeiner Auffassung in der Gemeindevertretung, als Juniorpartner der ausgewählten Baufirma Faber&Schnepp fungieren. Als zwischenzeitlich größten Erfolg bezeichnet Henrich den zusammen mit der SPD-Fraktion erwirkten Beschluss, dass vor dem Abschluss der erforderlichen Bebauungsplanänderung ein Städtebaulicher Ideenwettbewerb durchgeführt wird. Geeignete Architekturbüros sollen dabei Gestaltungsvorschläge für den geplanten Quartiersplatz als neue Heuchelheimer Ortsmitte machen und dabei auch die dort gewünschte Infrastruktur (Gastronomie, Nahversorgung, Dienstleister) integrieren. Dann sollen sich Investor, Gemeindevorstand und alle Fraktionen gemäß der Empfehlung des Preisgerichtes die besten Ideen für ein optimales Gesamtkonzept heraus suchen. „Dies wird noch ein sehr spannender Diskussionsprozess“, prognostiziert Henrich. Der zweite Wettbewerbs-Gegenstand betrifft den laut Henrich immer noch nicht aufgeklärten Widerspruch zwischen einem mittlerweile vorliegenden Erstkonzept der Fa. Faber&Schnepp und dem jetzt beschlossenen Investoren-Wunsch nach „mindestens 14.000m² Neubauwohnfläche“. Hieraus erwarten die Bündnisgrünen eine – gegenüber den ersten, verträglich dargestellten Konzeptansätzen – deutlich höhere bauliche Verdichtung im Zentralbereich mit geplantem Geschoss-Wohnungsbau. „Und daher ist gerade ein solcher Wettbewerb geeignet, hier sinnvolle Lösungsansätze zu liefern, die den Investorenwunsch verträglich umsetzen“, so Henrich weiter. Die Ablehnung der übrigen in der Sitzung noch verbliebenen beiden Punkte im rot-grünen Änderungsantrag zu den Eckpunkten durch die restlichen Fraktionen bezeichnete Henrich als „Treppenwitz der Heuchelheimer Ortsentwicklung“. In Kenntnis der positiven Bewertung des Investors zum gewünschten Energiekonzept „mit maximalem Effekt für den lokalen Kli-maschutz“ sowie auch zur angestrebten Reduzierung des (PKW-)Stellplatzangebotes im Plangebiet, „lehnen Koalition und KWI, die sich noch in der Ausschussberatung als Anwalt des Investors geriert hatten, aus Gewohnheit unseren Antrag ab und begeben sich damit in Widersprüche“, fasst Henrich den für ihn nicht nachvollziehbaren Sitzungsverlauf zusammen. „Wahrscheinlich werden diese Vorschläge von Gemeindevorstand und Investor später doch umgesetzt“, schätzt Henrich ein und verweist auf den noch in 2019 abgelehnten grünen Antrag zur sog. Sozialquote (Mindestanteil an gefördertem Wohnungsbau), der ja jetzt auch Bestandteil der Eckpunkte geworden ist. V.i.S.d.P.: S t e p h a n H e n r i c h, 0641/306-2331 (Fraktionsvorsitzender)

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