Pressemitteilung: Heuchelheimer Grünen-Fraktion konstituierte sich und blickt nach vorn

Nach ersten Gesprächen mit anderen Fraktionen der neuen Heuchelheimer Gemeindevertretung und einer intensiven Analyse des Wahlergebnisses vom 15. März hat sich die Grünen-Fraktion konstituiert. Da sich personell fast keine Veränderungen gegenüber der abgelaufenen Legislaturperiode ergeben haben, wurde auch bei den zu vergebenden Funktionen wenig geändert. So wurden Stephan Henrich als Fraktions-vorsitzender sowie Gisela Volk als seine Vertreterin wiedergewählt.

Die Grünen-Fraktion dankte Heiko Storjohann und Kuno Konopka für ihr bisheriges Engagement. Katrin Schleenbecker und Stephan Henrich hoben hervor, dass mit erreichten 22,6 % das beste Grünen-Ergebnis im Landkreis, der Einzug unter die TOP 20-Ergebnisse der Partei in ganz Hessen sowie die (sehr knappe!) Verteidigung der Position als zweitstärkste Fraktion erreicht werden konnten. Nach 2021 wurde auch erneut die 20%-Marke deutlich überschritten, was die Heuchelheimer Bündnisgrünen insbesondere auf ihre gute und wahrgenommene Arbeit vor Ort zurückführen.

„Bedauerlich ist nur, dass wir durch die von uns abgelehnte erneute Verkleinerung der Gemeindevertretung keinen 6. Sitz für unsere jungen Neueinsteiger/-innen erhalten haben“, teilte Henrich mit und gratuliert gleichzeitig CDU und KWI als relativ klare Sieger der Wahl. Dass die vorherige Kooperation jetzt als Koalition (ohne FDP) so schnell weitergeführt wird, überrascht die Grünen nicht. Nur das vorgebrachte Argument einer angestrebten Weiterführung der „erfolgreichen Arbeit“ schon. Denn „erfolgreich“ war diese Konstellation nach Grünen-Ansicht bisher hauptsächlich im gemeinsamen Verhindern guter Initiativen der Opposition und im Durchwinken von Vorlagen der Verwaltung. Eine klare eigene Positionierung und Strategie hingegen war und ist auch angesichts der kürzlich veröffentlichten Ziele und Projekte fast nicht erkennbar – oder ging wie bei der letzten Haushalts-Debatte doch ziemlich daneben.

Mit der jetzt aus dem (natürlich nicht veröffentlichten) Koalitionsvertrag erfolgten Auflistung längst beschlossener, teils sogar in Realisierung befindlicher Projekte oder zumeist aufgrund Initiativen anderer in die Diskussion gebrachter Ziele verdeutlichen die entscheidenden Protagonisten nach Grünen-Einschätzung deren auch schon in 2021 gezeigte Haltung, alles ihnen Mögliche gegen jedwede grundsätzliche Veränderung aufzubieten. Diese grundlegenden Veränderungen stehen aber nach Grünen-Überzeugung aufgrund der desaströsen Haushalts-Entwicklung, wirtschaftlich extrem schwierigen Zeiten und dem immer deutlicher zu Tage tretenden Klimawandel sowieso an und verlangen nach drastischen auch kommunalpolitischen Konsequenzen. „Wir sind sehr gespannt auf die konkreten Ideen der Koalition zur „Sicherung der wirtschaftlichen Stärke“ unserer Gemeinde, so Henrich abschließend.